Das Presse-Foto - Tipps & Tricks
"Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte!" – Dieses Sprichwort macht deutlich: Ein Pressetext mag noch so gut geschrieben sein, komplett wird er erst durch ein passendes Pressefoto.
Was ist ein "gutes Presse-Foto"?
Auch hier ist die Qualität für die Akzeptanz entscheidend: Ein Redakteur erkennt sehr schnell, wie amateurhaft oder professionell ein Foto erstellt worden ist.Wichtige Voraussetzung für ein gutes Foto: Es muss eine Aussage haben! Das heißt, Fotos müssen informieren. Die Voraussetzung dafür ist aber die Erkenntnis, dass es Grenzen für das gibt, was mit der Kamera darstellbar ist: Der Fotograf kann immer nur Teilansichten, nur Ausschnitte der Dinge zeigen. Es ist unmöglich, die totale Sicht eines Ereignisses, einer Veranstaltung oder gar eines Menschen wiederzugeben. Beim Fotografieren muss man sich bewusst auf den Kern einer Aussage beschränken.
Nur jedes zehnte Pressefoto entsteht aus einer Situation heraus, ist also im weitesten Sinn ein Schnappschuss. 90 Prozent aller Fotos sind "gestellt", will sagen, dass der Fotograf die Situation nachgestellt hat. Er ist der Regisseur und stellt die Akteure so, dass das Bild die gewünschte Aussage erhält.
Bevor man auf den Auslöser drückt, muss man sich also Gedanken über die Aussage machen. Im zweiten Schritt kommt dann die Umsetzung.
Daran sollten Sie denken:
- Ran ans Motiv
- Immer Bezug zum Thema herstellen
- Komponieren Sie ein Foto. Stellen Sie die Situation so, wie sie Sie haben wollen.
Welche Qualität soll ein Pressefoto haben?
- Grundsätzlich in Farbe.
- Vorrangig: Papierabzüge 13 mal 18 Zentimeter auf Hochglanz.
- Magazine bevorzugen Diapositive - akzeptieren aber in der Regel auch hochwertige Papierabzüge.
- Neu: Auch digitale Bilder, die mit elektronischen Kameras aufgenommen werden, finden immer mehr Verbreitung. Wichtig ist dabei: Je höher die Pixel-Zahl ist, die die Kamera aufnimmt, desto besser ist das Foto aus technischer Sicht. Und noch ein Vorteil: Das Foto kann schnell und preisgünstig per E-Mail verschickt werden.
- Zu jedem Pressefoto gehört eine Bildunterschrift. Also: Was ist passiert? Wer ist zu sehen? – Von links nach rechts: Vor- und Zuname (eventuell Funktion).
- Fotos nicht stempeln oder beschriften - Stempelfarbe verwischt und macht das Foto unbrauchbar. Kugelschreiber drückt durch.
- Keine Büroklammern verwenden - machen Rillen und rosten.
- Fotos am besten mit wenig Pritt-Stift auf das Blatt mit der Fotozeile kleben. Alternative: Text der Fotozeile auf Etiketten drucken und diese hinten auf das Foto kleben.
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